Cathy Hanauer ist Herausgeberin von The Bitch in the House. Daniel Jones ist Herausgeber von The Bastard on the Couch. Das Paar ist seit 14 Jahren verheiratet und teilt fundierte Meinungen zu Themen wie Sex, Liebe, Dating und Partnerschaft. Heute: Finanzielle Ungleichheit.
Frage: Ich verdiene als Professionalin gut. Ich liebe meinen Freund seit fünf Monaten wirklich, doch er arbeitet in der Non-Profit-Branche und wird wahrscheinlich nie viel Geld verdienen. Für mich ist das ein Makel bei einem ansonsten perfekten Mann. Aber sollte ich es zum Dealbreaker machen? – Mina, 33
Cathys Meinung: Wenn Ihr Lebensziel Reichtum ist, lassen Sie Mr. Right fallen und warten Sie auf Mr. Deep Pockets. Aber a) Er kommt nicht mit; b) Selbst wenn, ist er vielleicht nicht so toll wie Ihr aktueller Partner. Eine Non-Profit-Karriere bietet Vorteile wie flexible Arbeitszeiten – statt 80 oder 100 Stunden pro Woche. Das zählt jetzt, wird aber langfristig Gold wert sein, wenn Kinder kommen und Sie einen präsenten Vater brauchen. Das wiegt oft mehr als Lexus und Diamanten.
Daniels Sicht: Verdienstpotenzial wird entscheidend, sobald Familie, Haus und Alltag die romantische Phase ablösen. Es ist schade, diesen Mann – der hart für Wichtiges arbeitet, trotz bescheidener Gage – dafür zu bestrafen. Schlimmer wäre jedoch, ihn jetzt zu heiraten und sich später über sein Einkommen zu ärgern. Stellen Sie sich vor, Sie drängen ihn, Non-Profit aufzugeben für eine Immobilienlizenz, weil sein Gehalt nicht für Kindermädchen und Ferien reicht. Fazit: Passen Sie Ihre Prioritäten an und behalten Sie ihn – oder halten Sie dran und lassen Sie ihn gehen.