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Studie: Finanzielle Not steigert bei Männern den Wunsch nach mehr Sexualpartnern

Als Frau fiel es mir kürzlich schwer, bei finanziellen Engpässen – frisch nach dem College-Abschluss ohne Job – überhaupt an Sex zu denken. Stattdessen stellte ich mir vor, dass potenzielle Partner bei meinem Status (bei den Eltern wohnend, kein Einkommen, Project Runway-Wiederholungen schauend) eh das Weite suchen würden.

Männer reagieren anders: In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten werden sie risikobereiter – oft ohne feste Partnerin. Eine Studie von Omri Gillath, Professor für Psychologie an der University of Kansas, zeigt: Finanzielle Probleme erhöhen den Drang zu mehr Sexualpartnern, um Fortpflanzungschancen zu maximieren.

Nach der Theorie der sexuellen Selektion verfolgen Männer in bedrohlichen Umfeldern (z. B. Massenarbeitslosigkeit) kurzfristige Paarungsstrategien. Gillath und Kollegen ließen Männer über ihren Tod nachdenken, dann sexuelle und neutrale Bilder betrachten. Ergebnis: Erhöhte Herzfrequenz und stärkere Reaktionen auf sexuelle Reize im Vergleich zu Kontrollen wie Zahnschmerzen. Laut Studien scheiden sich viele Paare aus solchen Gründen.

Hohe Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne führen dazu, dass Männer Monogamie meiden, um ihre Gene weiterzugeben. „In sicherer Umwelt investieren Menschen in bestehende Kinder und langfristige Beziehungen“, erklärt Gillath. „Bei Gefahr – wie Hungersnot oder Feinden – wählen sie kurzfristige Strategien für mehr Nachwuchs.“ Dies ist die erste Studie, die einen kausalen Link zwischen Überlebensunsicherheit und männlicher sexueller Bereitschaft belegt.

Die Wirtschaftskrise belastet Beziehungen schon länger: Experten melden mehr Spannungen, Untreue und Scheidungsrisiken. Paare bleiben dennoch oft zusammen, um finanzielle Kollateralschäden zu vermeiden.

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