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Urlaubsschulden bei Eltern: Das wahre Problem hinter der Kinder-Wunschliste

„Das ist die Saison, in der man pleite ist“, scherzt meine Freundin Lily. Wir sitzen in einem überfüllten Starbucks im Einkaufszentrum, umgeben von Papiertüten unserer Weihnachtseinkäufe. Sie wippt ihren 11 Monate alten Baby auf dem Schoß, während ihr 4-jähriger Sohn die Pakete durchwühlt.

Als erfahrene Mutter weiß Lily, was sie tut. Doch für viele Eltern wie sie stehen die Feiertage für Unmengen an Geschenken. Um die Rabatte zu nutzen, drängen sie sich vom Black Friday bis Heiligabend durch die vollen Einkaufszentren. Eine aktuelle Studie offenbart die Konsequenzen: 57 Prozent der Eltern nehmen Kreditkartenschulden auf, um ihre Kinder über die Feiertage glücklich zu machen.

Noch erstaunlicher: Eltern mit niedrigerem Einkommen sind bereit, mehr auszugeben. Haushalte mit weniger als 35.000 US-Dollar verschulden sich für bis zu 700 US-Dollar, während Einkommen über 75.000 US-Dollar nur 300 US-Dollar Schulden akzeptieren. Lehrt das Kindern die richtigen Werte?

YourTango-Expertin und Mutter Tara Kennedy-Klein gibt zu, dass sie in der Vergangenheit zu viel für Feiertagsgeschenke ausgegeben hat. Heute weiß sie: Zeit mit den Kindern zählt mehr als Geld.

„Wenn Eltern mehr als die durchschnittlichen sieben Minuten am Tag für echte Gespräche mit ihren Kindern aufwenden würden, würden sie merken, dass Kinder vor allem Zeit mit Mama und Papa wollen“, erklärt sie. „Glück in den Ferien kann so einfach sein: Einen Tag gemeinsam verbringen – ins Kino gehen, essen, wandern oder den Zoo besuchen.“

„Zeit ist Geld“ – es ist einfacher, nach dem nächsten Videospiel oder Schuhpaar zu fragen, als die Interessen des Kindes wirklich zu erkunden.

Familien teilen selten ihre finanziellen Belastungen. Doch indem wir jede Wunschliste erfüllen, signalisieren wir: Liebe lässt sich kaufen, Dinge sind wertvoller als Beziehungen.

Kennedy-Klein stellt die entscheidende Frage: „Für die 57 Prozent: Wenn Sie sich für das Glück Ihrer Kinder verschulden, wäre es nicht klüger, die Zeit zu investieren und zu prüfen, ob es wirklich dem Kind nüzt oder nur dem Gewissen?“

Was halten Sie davon? Verschulden Sie sich in den Feiertagen für die Kinderwünsche? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren.

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