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Boreout erkennen und überwinden: Tipps gegen Unterforderung am Arbeitsplatz

Das Nichtstun auf der Arbeit kann zutiefst frustrierend sein – besonders wenn es chronisch wird. Boreout, die tägliche Unterforderung, zehrt an unserer Motivation und kann sogar gesundheitliche Folgen haben. Als Experten für Arbeitspsychologie zeigen wir Ihnen, wie Sie Boreout-Symptome rechtzeitig erkennen und gezielt dagegen vorgehen.

Stundenlanges Starren auf den Bildschirm, während die Minuten quälend langsam vergehen. Die Arbeit ist längst erledigt, doch bis zum Feierabend ist es noch weit. Viele sitzen die Zeit einfach aus, ziehen Aufgaben unnötig in die Länge oder leisten Überstunden ohne echten Bedarf. Dahinter steckt ein tieferer Grund: Wir wollen uns gebraucht fühlen. Am Feierabend sind wir erschöpft und frustriert, obwohl der Job nicht stressig war. Vor allem Büroangestellte sind betroffen. Der Boreout ist das Gegenteil eines Burnouts. Die Symptome ähneln sich jedoch, ebenso die Risiken: Auch durch Langeweile und Unterforderung kann man ausbrennen.

Boreout-Symptome erkennen

Ein Boreout entsteht durch zu wenige Aufgaben oder Tätigkeiten, die nicht zu Ihnen passen:

  • Sie sehen keinen Sinn in Ihrem Job,
  • Ihnen fehlt Anerkennung,
  • Sie spüren, dass mehr in Ihnen steckt, als Sie leisten müssen,
  • Alle Aufgaben sind nach kurzer Zeit erledigt,
  • Sie fühlen sich im Job unterfordert,
  • Sie können die Ansprüche, die Sie an sich selbst stellen, nicht erfüllen.

Die Folgen: Antriebslosigkeit und ein Gefühl der Minderwertigkeit. Im Extremfall droht eine Depression. Häufig treten auch Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen auf, wenn die Arbeit Sie nicht erfüllt.

Was tun gegen Boreout?

Entscheidend ist, aktiv zu handeln und aus dem Trott auszubrechen. Basierend auf unserer langjährigen Beratungserfahrung empfehlen wir folgende Schritte:

  1. Ein offenes Gespräch mit dem Vorgesetzten führen und den Wunsch nach anspruchsvolleren Aufgaben äußern.
  2. Weiterbildungen nutzen, um neue Kompetenzen aufzubauen.
  3. In der Freizeit neue Herausforderungen suchen – etwa eine Fremdsprache, ein Instrument oder eine Sportart erlernen – für frische Erfolgserlebnisse.
  4. Bei ausbleibender Besserung auf eine neue Stelle bewerben, die zu Ihren Fähigkeiten passt. Sinnstiftende Jobs finden Sie z. B. in der Jobbörse „Good Jobs“.

Diese Maßnahmen erfordern Mut, wirken sich aber nachweislich positiv aus. Bei starken Symptomen kann eine Therapie oder Coaching unabdingbar sein.