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Sabbatical: So planen Sie Ihre berufliche Auszeit professionell

Mit einem Sabbatical gewinnen Sie wertvolle Zeit fernab des Arbeitsalltags – sei es für Reisen, Weiterbildungen oder persönliche Erholung. Als Karriereexperten zeigen wir Ihnen, wie ein Sabbatical funktioniert und wie Sie Ihren Arbeitgeber überzeugen.

Sabbatical – Die ultimative Auszeit vom Job

Laut einer XING-Studie von Ende 2016 sind knapp jeder dritte deutsche Arbeitnehmer offen für eine berufliche Pause, um sich selbst zu verwirklichen. Die Motive sind vielfältig:

  • Den lang gehegten Traum von weiten Reisen umsetzen,
  • Weiterbildungen absolvieren,
  • Entspannung finden und Burnout vorbeugen oder
  • sich neu orientieren.

Den Job kündigen? Das birgt Risiken: Wegfallen des Einkommens und Unsicherheit beim Wiedereinstieg. Auch unbezahlter Urlaub stoppt Renten-, Pflege- und Krankenversicherungsbeiträge.

Eine sichere Alternative ist das Sabbatical – eine bezahlte Freistellung. Der Begriff leitet sich vom biblischen Sabbatjahr ab und stand ursprünglich für ein Forschungs- oder Freisemester bei Professoren. Heute bedeutet es bezahlten Langzeiturlaub von mehreren Monaten bis zu einem Jahr.

Wie funktioniert ein Sabbatical?

Planen Sie Ihr Sabbatical langfristig: Sie "sparen" es durch befristete Freistellung an. Hier die gängigen Modelle:

  • Lohnverzichtmodell: Über Jahre hinweg erhalten Sie trotz Vollzeit nur Teillohn. Dieser wird während der Auszeit ausgezahlt – finanzielle Sicherheit inklusive.
  • Fondssparmodell: Sammeln Sie Urlaubstage, Überstunden oder Sonderzahlungen für eine längere Freistellung. Gesetzliche Arbeitszeitgrenzen und Mindesturlaub begrenzen jedoch die Dauer.
  • Teilzeit: Reduzieren Sie Ihre Stunden, arbeiten aber weiter voll – oder nutzen es für einen vorgezogenen Ruhestand.

Alle Varianten sichern Lohnfortzahlung und reduzierte Sozialversicherungsbeiträge. Entscheidend: Die Zustimmung Ihres Arbeitgebers – schließlich fehlen Sie zeitweise.

Beim unbezahlten Urlaub ruht das Arbeitsverhältnis; Arbeitgeber zahlen keine Versicherungen mehr.

"Sabbatjahr" bei Beamten und im Privatsektor

Die Regelungen unterscheiden sich je nach Arbeitgeber:

  • Privatunternehmen: Keine gesetzliche Basis – individuelle Vereinbarungen sind üblich. Festhalten Sie alles schriftlich!
  • Öffentlicher Dienst: Beamte und Angestellte können ein Freijahr beantragen, sofern keine Gründe dagegen sprechen und eine Mindestdienstzeit vorliegt. Beispiel: Über fünf Jahre 80 % des Gehalts, dann ein freies Jahr.

Warum sich ein Sabbatical lohnt

  • Vorteile für Unternehmen: Erholte Mitarbeiter sind motivierter, zufriedener und burnoutgeschützt – ein Gewinn für alle.
  • Vorteile für Sie: Erfüllen Sie Träume ohne finanzielle Einbußen oder Jobverlustängste. Regenerieren Sie sich und kehren erfrischt zurück.