Repräsentatives BildIn der Welt absurder Gerichtsstreitigkeiten hat ein Fall aus Melbourne für Schlagzeilen gesorgt. Ein Ingenieur namens David Hingst zog seinen ehemaligen Vorgesetzten Greg Short vor Gericht und forderte 1,8 Millionen Dollar Schadensersatz – aus dem Grund, dass Short ihn wiederholt mit Furzen gemobbt habe.
Hingst arbeitete damals bei Construction Engineering. Er behauptete, Short habe absichtlich hinter ihm Blähungen abgelassen, um ihn zu stressen und zum Kündigen zu zwingen. Laut Hingst geschah dies 5 bis 6 Mal täglich in einem kleinen, fensterlosen Raum. Dies habe zu psychischen Verletzungen geführt.
Der Supreme Court of Victoria wies die Klage im April 2018 zurück und sah keinen Fall von Mobbing. Hingst, 56 Jahre alt, legte Berufung beim Court of Appeal ein. Zuvor hatte er Short auch wegen kritischer Anrufe über seine Leistung angeprangert.
In einem Interview mit der Australian Associated Press beschrieb Hingst: „Ich saß mit dem Gesicht zur Wand, er kam herein, furzte und ging wieder.“
Ob das Berufungsgericht den Fall umkehrt, bleibt abzuwarten. Dieser Vorfall unterstreicht die Grenzen des Arbeitsrechts in ungewöhnlichen Situationen.