Der Architekt der indischen Verfassung, B. R. Ambedkar, sagte einst: „Ich messe den Fortschritt einer Gemeinschaft am Grad des Fortschritts, den Frauen erreicht haben.“ Heutige indische Frauen verkörpern diesen Fortschritt eindrucksvoll – sie halten mit Männern Schritt und übertreffen sie in vielen Bereichen. Vom Weltall bis zur Küche, von der Krebsforschung bis zum Brückenbau: Berufstätige Frauen prägen alle Lebensbereiche. Als Unternehmerinnen und Führungskräfte meistern sie Multitasking auf höchstem Niveau. Zwar ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie herausfordernd und ermüdend, doch eine aktuelle Langzeitstudie bringt gute Nachrichten: Frauen, die in ihren besten Jahren kontinuierlich berufstätig waren, genießen im Alter eine bessere Gesundheit und mehr Lebensfreude. 
Berufstätige Frauen erfreuen sich besserer Gesundheit
Die 36 Jahre umfassende Umfrage startete 1967 und untersuchte 5.100 Frauen im Alter von 30 bis 44 Jahren. Bis sie 66 bis 80 Jahre alt waren, wurden beruflicher Erfolg, persönliche Entwicklung, körperliche und geistige Gesundheit sowie weitere Faktoren erfasst. Ergebnis: Frauen, die 20 Jahre ununterbrochen gearbeitet hatten, zeigten im Alter weniger körperliche Einschränkungen als Hausfrauen oder nicht Erwerbstätige.

Berufstätige Frauen sind weniger depressiv
Eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Deutschland, veröffentlicht in der Zeitschrift Demography, bestätigt dies. Forscherin Jennifer Caputo betont: „Viele Frauen arbeiteten in niedrig qualifizierten oder männerdominierten Branchen. Dennoch waren sie trotz ungerechter Bedingungen später im Leben gesünder als Nicht-Berufstätige.“

Negative Berufserfahrungen wirken sich aus
Die Studie beleuchtet auch anhaltende negative Erlebnisse: Diskriminierung am Arbeitsplatz führt zu geringerer Zufriedenheit, fehlender Bindung und schlechterer Gesundheit im Alter.