Repräsentatives BildEine angespannte Lage am Arbeitsmarkt, Lohnkürzungen und wirtschaftliche Unsicherheiten sorgen für Unruhe unter indischen Fachkräften. Laut einer aktuellen LinkedIn-Umfrage vom Dienstag rechnen Mitarbeiter in IT, Medien und Fertigung mit einem Rückgang der Unternehmensleistung in den nächsten sechs Monaten.
Mehr als zwei von fünf Medienfachleuten prognostizieren eine Verschlechterung, gefolgt von einem von vier Fertigungsexperten und mehr als einem von fünf IT-Spezialisten. Diese düstere Einschätzung spiegelt die breite Sorge wider.
Die Gesamtergebnisse offenbaren: Jeder Dritte in Indien meldet einen Rückgang des persönlichen Einkommens. 48 Prozent der aktiven Jobsuchenden und 43 Prozent der Vollzeitkräfte erwarten in den nächsten zwei Wochen weniger Stellenangebote.
Der zweite LinkedIn Workforce Confidence Index zeigt einen leichten Einbruch des allgemeinen Vertrauens, da Fachkräfte auf Testphasen vorbereitet sind.
„Während diverse Branchen Einstellungsstopps verkünden, dämpfen Jobsuchende ihre Erwartungen – immer mehr rechnen mit geringeren Jobangeboten“, fasst die Umfrage des Microsoft-Netzwerks zusammen.
Nahezu 48 Prozent der aktiven Bewerber erwarten einen Rückgang verfügbarer Stellen (plus 9 Prozentpunkte zu vor zwei Wochen). Zudem prognostizieren 36 Prozent weniger Rückmeldungen von Recruitern (plus 8 Prozentpunkte).
Online-Lernen boomt: 67 Prozent der Fachkräfte (vs. 64 Prozent vor zwei Wochen) planen mehr Lernzeit online, und 37 Prozent der Unternehmen (vs. 31 Prozent) bieten Ressourcen an.
„Am optimistischsten blicken Gesundheitswesen, Bildung und Unternehmensdienstleistungen (z. B. Beratung, Buchhaltung, HR) in die Zukunft.“
52 Prozent der Dienstleister, 50 Prozent der Gesundheitsexperten und 33 Prozent der Bildungsfachkräfte sind zuversichtlich für die nächsten sechs Monate.
Diese Branchen zeigen auch langfristig Optimismus: Über vier von fünf Gesundheits- und Dienstleistungsprofis sowie mehr als die Hälfte der Bildungsexperten erwarten Verbesserungen in zwei Jahren.
32 Prozent der indischen Belegschaft melden Einkommensrückgänge, 45 Prozent kürzen Ausgaben. Besonders betroffen: 62 Prozent der Selbstständigen, 39 Prozent der Führungskräfte (vs. 27 Prozent bei Individualbeitragszahlern).
Der Index basiert auf einer Online-Umfrage mit 2.254 LinkedIn-Mitgliedern (1.–7. und 13.–19. April).