"Alles, was du brauchst, ist Liebe." Die Beatles sangen es, und der Gedanke bleibt verlockend. Spielt das Vermögen Ihres Partners wirklich eine Rolle? Wenn Sie jemanden lieben, überbrücken Sie doch jede Hürde – egal, ob er arbeitslos ist. Doch die Realität der jüngsten Rezession hat vielen Frauen gezeigt, dass finanzielle Stabilität in Beziehungen eine größere Rolle spielt, als es scheint.
Esther Martinez ist ein Beispiel. In einem Essay auf The Daily Beast gesteht sie ihre Frustration, seit ihr Freund – ein Arzt mit TV-Auftritten – seinen Job verlor. Während er seine kreative Seite entdeckt, jongliert sie mit zwei unbeliebten Jobs und fragt sich, ob ihre Liebe bedingter ist, als gedacht.
Die Reaktionen auf ihren Artikel waren gemischt: Von unterstützenden Kommentaren („Mutig und ehrlich – Sie verdienen keinen Mann, der das nicht versteht“) bis hin zu ähnlichen Erfahrungsberichten vieler Leserinnen.
Eine Dating-Expertin schlug vor, die Ehe als Geschäftsmodell zu sehen: Zwei Menschen teilen Wohnkosten, bündeln Ressourcen für Reisen und Abenteuer. Manche stimmten zu („Ehe ist eine vertragliche Fusion, um Kosten zu senken“), andere hielten am Romantik-Ideal fest („Ich warte auf den Funken, auch durch finanzielle Härten“).
Eine weitere Frau überlegte, sich an einen reichen Mann zu klammern. Die Kolumnistin von Time Out New York riet ab: „Goldgräberei erfordert Fokus auf Geld allein – Sie haben es vermasselt, indem Sie auch emotionale Qualitäten erwarten.“
Egal, wie man diese Geschichten bewertet: Liebe und Geld sind eng verflochten – mal offensichtlich, mal versteckt in den Ecken unseres Lebens.