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Studie: Der Stress durch ein Kind kostet Eltern äquivalent 66.000 US-Dollar

Viele Menschen werden als egoistisch bezeichnet, wenn sie sich gegen Kinder entscheiden. Doch die Realität der Elternschaft bringt Herausforderungen mit sich: schlaflose Nächte, anspruchsvolle Teenagerjahre und hohe finanzielle Belastungen.

Wirtschaftswissenschaftler haben in der Studie „The Stress Cost of Children“ den emotionalen und zeitlichen Stress quantifiziert – und ihn in Geld übersetzt.

Sie berechneten, dass die Kompensation für den zusätzlichen Stress durch die Geburt eines Kindes bei 66.000 US-Dollar liegen würde.

Diese Erkenntnis basiert auf der Analyse von Daten zu 7.000 Ehepaaren aus Australien und Deutschland. Eltern, insbesondere Mütter, berichten von deutlich höherem Stresspegel.

„Die selbstberichteten finanziellen Stressgefühle der Eltern nehmen nach der Geburt eines Kindes nur wenig zu. Aber der Zeitstress – oder wie sich Eltern überfordert und gehetzt fühlen – steigt enorm an, besonders für Mütter, und er dauert mehrere Jahre“, erklärt Co-Autor Daniel Hamermesh.

„Die Umrechnung dieses Zeitstresses in Dollarzahlen zeigt, dass es eine erhebliche Belastung darstellt, ein Kind zu haben – zusätzlich zu den 245.340 Dollar an Kosten für Lebensmittel, Unterkunft, Bildung und andere Ausgaben, die nach Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums für die Erziehung eines Kindes anfallen.“

Die Studie fokussiert sich vor allem auf junge Eltern mit Kleinkindern, die intensive Betreuung erfordern. Sie beleuchtet auch spätere Phasen: „Der Auszug eines Kindes aus dem Elternhaus reduziert zwar den zeitlichen Stress der Eltern, seine negativen Auswirkungen auf die Enge des Zeitdrucks sind jedoch viel geringer als die positiven Auswirkungen einer Geburt“, schreiben die Autoren.



Diese Zahlen erklären, warum manche Paare kinderfrei bleiben. Elternschaft kann tiefe Erfüllung bringen – doch zu welchem Preis?

Eine zukünftige Studie, die den Stress mit dem Glück der Elternschaft vergleicht, wäre hochwillkommen.