Als Autor und Blogger mit langjähriger Beobachtung der Tech- und Dating-Szene teile ich hier meine ungeschminkte Einschätzung. Im Gegensatz zu neutralen Journalisten präsentiere ich Fakten direkt und ehrlich, ohne Zwang zu ausgewogener Berichterstattung.
Ich selbst nutze keine Dating-Apps, da ich in einer festen Beziehung lebe. Dennoch stört mich an The League vor allem ihre starke Ausgrenzung.
Die App richtet sich ausschließlich an eine Elite und nutzt laut eigener Website einen fortschrittlichen Algorithmus, um eine ausgewogene, hochwertige Community zu gewährleisten. Fühlt sich diese Formulierung für Sie diskriminierend an – oder nur für mich?
wer sich nicht als hochqualifiziert einstuft (also wohlhabend und Absolvent renommierter Universitäten), wird als "Zufällige" abgetan.
Gründerin Amanda Bradford, Stanford-Absolventin, sicherte sich 2,1 Millionen US-Dollar von Silicon-Valley-Investoren für diese Premium-Alternative zu Tinder. Der Launch erfolgte im Januar in San Francisco, gefolgt von New York im Mai.
Als Silicon-Valley-Native überrascht mich der snobistische Touch der App, die in San Francisco startete – typisch eher für die Ostküste.
Der Algorithmus lädt ausgewählte Nutzer basierend auf LinkedIn- und Facebook-Profilen ein. Auf der Warteliste dominieren Finanz- und Werbefachleute.
Bradford betont Ehrgeiz (und finanzielle Mittel) als Schlüsselqualifikation.
"Wir wollen The League als erwachsene, stilvolle Option für junge Berufstätige positionieren, die auf einen entspannten Kaffee oder Drink ausgehen möchten – nicht nur auf Hookup. Unsere Nutzer sollen sagen: 'Hey, wir vertrauen eurem Urteilsvermögen.' Diese Menschen jagen Träume, sind interessant, ambitioniert und leidenschaftlich", erklärt sie.
Bei einem kürzlichen League-Event flogen Gäste per Helikopter an, Promis wie Mischa Barton waren dabei, und es gab Geschenke von Birchbox – also hochwertige Proben.
In einer Welt voller Optionen ist es gut, dass diese Elite-Gruppe eine maßgeschneiderte App hat. Das Dating-Leben muss für sie sonst wirklich herausfordernd sein, besonders mit "Zufälligen".