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Als Pionierin unter Frauen im Geek-Journalismus: Kaliforniens AB5-Gesetz bedroht meine etablierte Freiberufler-Karriere

Als freiberufliche Autorin mit jahrelanger Erfahrung steht meine hart erarbeitete Karriere vor dem Aus. Ihre könnte als Nächstes folgen.

Ab dem 1. Januar 2020 gilt in Kalifornien das neue Gesetz AB5, das von Gesetzgebern in Staaten wie New Jersey und New York genau beobachtet wird.

Das California Assembly Bill 5 (AB5), verfasst von Abgeordneter Lorena Gonzalez, begrenzt Freiberufler wie Schriftsteller, Redakteure, Karikaturisten und Fotojournalisten auf maximal 35 Einreichungen pro Jahr und Publikation oder Unternehmen.

Genau gelesen: Wollen Kunden mehr, müssen sie uns als Teil- oder Vollzeitmitarbeiter einstellen und W-2-Steuerformulare ausstellen – ob wir wollen oder nicht.

Das Gesetz kodifiziert eine Entscheidung des kalifornischen Obersten Gerichts aus 2018 (Dynamex) und zielte darauf ab, die Fehleinstufung von Gig-Arbeitern bei Uber oder Lyft zu stoppen. Es unterscheidet jedoch nicht zwischen etablierten unabhängigen Profis und Ausgebeuteten.

Gonzalez glaubt, Unternehmen würden uns alle einstellen. Das tun sie nicht.



AB5 gewährt Ausnahmen für Berufe wie Marketing, Grafikdesign oder bildende Künstler, doch für uns Journalisten gelten willkürliche Kriterien für 'gute Jobs'. Bereits jetzt kündigen Verlage Verträge.

Im Gegensatz zu lokalen Dienstleistern wie Uber-Fahrern benötigen Verlage keine Autor:innen vor Ort. Freelancer für digitale Inhalte arbeiten ortsunabhängig.

Verlage umgehen die 35-Einreichungsgrenze einfach, indem sie Autor:innen aus anderen Staaten oder Ländern engagieren.



Eine Welle von Kündigungen in der Medienbranche unterstreicht die Krise: Vox Media kündigte Hunderten Freiberuflern für SB Nation, Curbed und Eater. Rev beendete alle Verträge mit kalifornischen Transkriptionist:innen.

Als Pionierin unter Frauen im Geek-Journalismus: Kaliforniens AB5-Gesetz bedroht meine etablierte Freiberufler-Karriere

Freiberufler:innen ziehen um, Unternehmen ebenfalls.

Zwei Klagen, u.a. von der American Society of Journalists and Authors (ASJA) und der National Press Photographers Association (NPPA) mit Pacific Legal Foundation, laufen. Unsicherheit bleibt.

Unternehmen fürchten Überschreitungen und kürzen oder kündigen massiv.

Eine B2B-Ausnahme könnte helfen, doch für viele ist die Umwandlung in eine Firma finanziell unmöglich – trotz der Vorteile unserer Flexibilität.

Glauben Sie, das betrifft nur die Westküste? Falsch.

Massachusetts hat ein ähnliches Gesetz, New Jersey und New York folgen. Manche Präsidentschaftskandidat:innen fordern es bundesweit.

Sogar Nebenjobs sind gefährdet: Einkommen schrumpft oder entfällt.

Gonzalez twittert aggressiv gegen Kritiker:innen. Sie behauptet fälschlich, Freiberufler seien nie zufrieden gewesen. 'Das waren nie gute Jobs', sagt sie.

Journalist:innen von ASJA und California Freelance Writers United erklärten ihr vergeblich unsere Arbeit. Sie fragte sogar, wie lange ein Artikel dauert – von 250-Wörter-News bis 10.000-Wörter-Features.

Gonzalez versteht unser Gewerbe nicht und schloss Musiker:innen, Gerichtsschreiber:innen, Übersetzer:innen und Trucker:innen ein. Änderungen frühestens September 2020 – für viele zu spät.

Meine Geschichte: Wie ich als Frau in der männerdominierten Geek-Welt durchstartete.

Als Einstieg war ich die einzige Frau bei Geek-News. Auf Sets: Ich und 17 Männer. Ich wurde als 'Fake-Geek-Girl' verspottet, meines Wissens bezweifelt.

Trotzdem liebte ich den Job. Durch Freiberuflichkeit für Dutzende Sites wurde ich sichtbar – mein Name überall in der Geek-Szene.

Ich baute eine Community für Geek-Frauen auf, startete #WheresRey gegen fehlende Star-Wars-Actionfiguren, moderierte mit Stan Lee.

Freiberuflichkeit ermöglichte Vielfalt: News, Meinungen, Reviews, Interviews. Ich trug zu Büchern bei, schrieb eigene, trat in TV und Docs auf.

Ein fester Job hätte das verhindert: Arbeit gehört dem Arbeitgeber (US-Urheberrecht §101).

Noch immer freelance ich, trotz AB5-Verluste.

Viele brauchen Flexibilität: Zuhause-Eltern, Pflegende, Behinderte. Upwork-Studie: 46% der Freiberufler:innen brauchen sie zwingend.

Gonzalez nannte die 35-Grenze willkürlich. Ich schrieb mal 35 Stories an einem Tag!

Wir wollen Freiheit – nicht alle streben 'echte' Jobs an.

Teile ich meine Story, um Vorurteile zu bekämpfen. Gonzalez muss zuhören.

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Jenna Busch ist Gründerin und Chefredakteurin von Legion of Leia (nun bei Vital Thrills). Sie schrieb/hostete für SYFY Fangrrls, Nerdist, ComingSoon.net, Metro, Birth.Movies.Death., IGN, AOL, Washington Post, Huffington Post u.v.m. Co-Moderatorin 'Cocktails With Stan' mit Stan Lee. Auftritte in ABC Nightline, Attack of the Show u.v.m. Mitglied Broadcast Film Critics Association, Broadcast Television Journalists Association, Greater Los Angeles Writers Society.