Am 11. März scrollte ich gelangweilt durch Facebook, als mir zunehmend Beiträge zum neuen Coronavirus (COVID-19) ins Auge fielen.
Es wirkte nicht gravierend. Ich dachte, es betrifft nur China und Italien – in den USA würde ich es kaum spüren.
Keiner ahnte damals, dass es zu einer globalen Pandemie werden würde. Ich jedenfalls nicht.
Ich ging meinen freien Tag wie gewohnt weiter: Einkäufe erledigt. Am nächsten Tag wartete meine Schicht.
Ich arbeitete – damals noch – als Kellnerin in zwei Restaurants. Eines lag in einem Hotel, dort sollte ich an jenem Tag hin.
Ich begann meine Schicht routiniert, ohne an COVID-19 zu denken.
Die Hektik um das Virus hielt ich für medial aufgebauscht. Kollegen dachten ähnlich, was mich beruhigte.
Schichtende, dann Tennis, Sonnenuntergang am Strand, Einkauf bei Trader Joe's (mein Favorit neben Sprouts).
Am 13. März – Freitag, der 13. – wachte ich auf, checkte Facebook: Panik brach aus.
COVID-19 hatte die USA erreicht. Positive Tests häuften sich, Ausbreitung drohte.
Auf dem Weg zum zweiten Restaurant: Eine Stunde im Dienst, und es war leer.
Die ganze Woche hatten Kollegen von ausbleibenden Gästen berichtet – aus Angst vor Ansteckung. Nun sah ich es selbst und geriet in Panik.
Angst vor dem Virus in meiner Stadt, vor allem aber um Jobs und Einkommen. Miete, Autokredit, Rechnungen – alles aus Trinkgeldern.
Keine Gäste, keine Trinkgelder, kein Geld.
Eine der wenigen Male mit echter Panikattacke: Keine Ahnung, woher das nächste Einkommen kommen sollte.
Es traf mich wie ein Zug.
Mitten in der Angst: Anruf vom Chef. „Heute kommt niemand – alle hamstern bei Albertsons. In 60 Jahren nie erlebt.“
Damit wurde mir klar: Die Welt ändert sich für eine Weile grundlegend.
Kollege schaltete Nachrichten ein: Trump rief nationalen Notstand aus, um Mittel freizusetzen und Reisen einzuschränken.
Das bestätigte es: Veränderungen kommen schnell. Keine Tische bedient, nach Hause.
Nächster Tag: Mehr Fälle, mehr Angst.
SMS vom Hotel-Chef: Nächste zwei Schichten gestrichen, niemand da. Verständnis erhofft.
Ich weinte – wusste, Schließung droht.
Überlegt: Besser frei nehmen? Ich hatte Ersparnisse, Hotel mit internationalen Gästen riskant.
Chef stimmte zu, Woche frei, nächste Woche neu bewerten.
In dieser Woche: Massenschließungen. Shelter-in-Place in Kraft.
Lokalzeitung: „Gouverneur Newsom fordert Schließung von Bars, Wineries etc., Restaurants halbe Kapazität für soziale Distanzierung.“
Panik: Langfristige Arbeitslosigkeit?
Anruf aus dem Familienrestaurant: Entlassung, Personal fast null.
Verstanden, aufgelegt – dann Tränen.
Nächster Tag: Hotel-Chef – auch fast kein Personal, bald komplett dicht.
Erstarrt: Offiziell arbeitslos, Zukunft ungewiss.
Ich arbeite hart, selten frei – Ersparnisse für Notfälle gedacht.
Viele kennen das leider.
E-Mails: Anleitung zur Arbeitslosmeldung für Hilfe.
Keine Prognose, wie lange. Tägliche Angst vor Dauer.
Warten, was kommt – Kontrolle fehlt.
Meme: „Vermisse Fragen nach Bieren vom Fass, während ich auf Bestellungen warte.“ Schmunzeln, aber: Job nicht selbstverständlich.
Lektion der Pandemie: Jobs und Kleine Dinge schätzen. „Erst wenn weg, weiß man, was man hat.“
Falsch, es anfangs bagatellisiert zu haben.
Überwältigend, Realität zu akzeptieren. Kein Morgen, wo alles vorbei.
Zusammen durchstehen – tragisch schön. Fokus: Ausbreitung stoppen.
Angst managen, Fake News meiden.
24. März: Kein Licht. Fälle in Stadt von 21 auf 42.
San Luis Obispo County: Hotline für Verstöße gegen Shelter-at-Home.
Keine Angst vor eigener Ansteckung – gewöhnt an Restaurants, kranke Gäste.
Aber Träger werden und weitergeben – das sorgt.
Finanzen, Weltzukunft. Wann Ende?
Zeit heilt. Beste Heilerin.
Lachlan McKenzie ist freiberufliche Autorin und Model mit Leidenschaft für gesunde, köstliche Food und Clean Living. Folge ihr auf Instagram.