Repräsentatives BildIn unserem hektischen Alltag und unter dem Druck der Arbeitsbelastung sind Angstgefühle alltäglich. Experten betonen: Ein gewisses Maß an Nervosität vor Prüfungen oder Vorstellungsgesprächen ist normal und kann sogar die Leistung steigern. Problematisch wird es, wenn Panikattacken häufig auftreten und den Alltag stark beeinträchtigen. Typische Symptome wie überwältigende Angst, Herzrasen oder Atemnot erfordern oft medizinische Unterstützung. Panikattacken können jederzeit und überall zuschlagen – am Arbeitsplatz durch Stress besonders häufig. Hier sind praxisnahe Tipps, basierend auf psychologischer Expertise, um sie effektiv zu managen.
Atmung bewusst steuern
Während einer Panikattacke wird die Atmung oft flach und schnell, was Atemnot auslöst. Konzentrieren Sie sich als Erstes darauf: Atmen Sie tief ein und aus, spüren Sie jeden Zugang. Dies senkt die Herzfrequenz automatisch und entspannt den Körper – eine bewährte Technik aus der Kognitiven Verhaltenstherapie.
Gedanken beobachten und hinterfragen
Negative Gedankenspiralen verstärken Panik. Notieren Sie diese irrationalen Gedanken, um Distanz zu gewinnen. Fragen Sie sich: "Ist diese Bedrohung real?" So erkennen Sie Muster und widerlegen Fantasien, die nie eintreten. Regelmäßiges Journaling stärkt langfristig die Resilienz.
Nicht impulsiv fliehen
Vermeiden Sie es, Hals über Kopf den Arbeitsplatz zu verlassen. Der Drang in die Komfortzone zu entfliehen ist verständlich, doch unterwegs kann die Attacke eskalieren – etwa im Auto oder der Bahn. Bleiben Sie sitzen, atmen Sie durch und warten Sie ab. Sicherheit geht vor.
Vertrauensperson einweihen
Teilen Sie einem Kollegen oder Vorgesetzten Ihre Situation mit. Symptome wie Herzrasen werden sonst leicht mit Herzinfarkten verwechselt, was unnötigen Alarm auslöst. Ein informierter Mitmensch kann beruhigend wirken und bei Bedarf helfen.
Experten warnen: Eine Panikstörung ist ein behandelbarer medizinischer Zustand. Bei häufigen Episoden suchen Sie bitte einen Arzt oder Therapeuten auf – Medikamente, Therapie oder eine Kombination helfen vielen Betroffenen nachhaltig.