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Mobbing am Arbeitsplatz bekämpfen: Praktische Tipps von Klinischer Psychologin Kamna Chhibber

Mobbing am Arbeitsplatz bekämpfen: Praktische Tipps von Klinischer Psychologin Kamna ChhibberRepräsentatives Bild Es ist oft schwierig zu erkennen, wann harter Wettbewerb in Mobbing am Arbeitsplatz umschlägt. Während Wettbewerb Kreativität und Effizienz fördert, zerstört Mobbing das Selbstwertgefühl der Betroffenen, behindert ihre Leistungsfähigkeit und kann sogar zum Verlassen des Jobs führen. Das ist pure Tyrannei.

Unabhängig vom Täter, der Intensität oder ob es in der Unternehmenskultur verankert ist: Mobbing muss bekämpft werden. Nur so fühlen sich Mitarbeiter sicher und können sich beruflich und persönlich entfalten.

Hier sind bewährte Maßnahmen, um Mobbing-Situationen anzugehen und zu lösen:

Stellen Sie sich der Situation
Vermeiden Sie es nicht, das Verhalten direkt anzusprechen. Je länger Sie warten, desto schlimmer eskaliert es. Reagieren Sie beim ersten Mal.

Bagatellisieren Sie Ihre Erfahrung nicht
Betroffene werden oft abgetan. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl und lassen Sie sich nicht umstimmen, wenn es Ihrer Wahrnehmung widerspricht.

Behalten Sie Objektivität
Wertschätzen Sie Ihre Emotionen, betrachten Sie die Lage aber auch sachlich. Integrieren Sie ggf. andere Perspektiven.

Teilen Sie Ihre Erlebnisse
Schweigen verstärkt Isolation und schadet dem Selbstwert. Sprechen Sie mit Freunden und Familie für Unterstützung.

Zögern Sie nicht, es zu eskalieren
Andere könnten ähnlich betroffen sein. Wenden Sie sich an Vorgesetzte, HR oder höhere Instanzen, wenn direkte Gespräche scheitern – für Ihre Sicherheit.

Mobbing kann psychische Gesundheit nachhaltig schädigen und zu Erkrankungen führen. Arbeitgeber, die Mitarbeiterwohl priorisieren, bauen echtes Vertrauen und Loyalität auf – jenseits bloßer Verträge.

Mobbing hat in modernen Organisationen keinen Platz und muss von Führungskräften konsequent gemanagt werden.

– Von Kamna Chhibber, beratende klinische Psychologin, Leiterin der Abteilung für psychische Gesundheit und Verhaltenswissenschaften, Fortis Healthcare