Die COVID-19-Pandemie hat die Welt lahmgelegt und uns alle in unseren vier Wänden gehalten. Einkaufszentren, Märkte, Schulen, Universitäten und Büros schlossen über Monate. Viele Mitarbeiter entdeckten das Homeoffice als Alternative – und zahlreiche Unternehmen verlängerten diese Regelung bis Ende 2020.
Trotz der Bequemlichkeit birgt dauerhaftes Arbeiten von zu Hause schwere Nachteile. Satya Nadella, CEO von Microsoft, warnt eindringlich vor den Folgen für soziale Interaktionen und psychische Gesundheit. Digitale Videoanrufe können persönliche Treffen nicht ersetzen, die durch echte Nähe eine besondere Menschlichkeit entfalten. Nadella betonte: „Was ich vermisse, ist, wenn Sie in ein physisches Meeting gehen, Sie mit der Person sprechen, die neben Ihnen sitzt, Sie können sich mit ihnen verbinden für die zwei Minuten davor und danach.“
Kurz nach Twitters Angebot, Mitarbeitern „für immer“ remote zu arbeiten, äußerte sich Nadella: „Wie sieht Burnout aus? Wie sieht psychische Gesundheit aus? Wie steht es um Konnektivität und Gemeinschaftsbildung? Vielleicht verbrennen wir gerade das soziale Kapital, das wir in der Remote-Phase aufgebaut haben. Welche Maßstäbe gelten dafür?“
Zu den größten Herausforderungen des Homeoffices zählen die unscharfe Grenze zwischen Job und Privatleben, ein eingeschränktes Sozialleben, sinkende Motivation und schwächere Teamarbeit. Es fällt schwer, die Arbeit mental abzuschalten, wenn der Arbeitsplatz im Wohnzimmer steht. Das soziale Netz schrumpft, da Kontakte auf Bildschirme beschränkt sind. Im Gegensatz dazu fördert ein Büroteam durch direkte Zusammenarbeit innovativere Ergebnisse.