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LinkedIn bricht Stigmata: Neue Funktion für Karrierepausen revolutioniert den Jobmarkt

LinkedIn bricht Stigmata: Neue Funktion für Karrierepausen revolutioniert den JobmarktLinkedIn hat kürzlich die Funktion „Karriereunterbrechungen“ eingeführt. Sie hilft, das Stigma um Lücken im Lebenslauf zu reduzieren, indem Nutzer die Gründe direkt im Profil angeben können. So wird deutlich: Karrieren verlaufen selten linear. Besonders Fachkräfte, die nach Pausen zurückkehren, profitieren – Recruiter entdecken versteckte Talente leichter.
Mit „Karriereunterbrechungen“ wählen Nutzer aus 13 Gründen wie Vollzeiterziehung, Trauerfall, Kündigung oder Gap Year.

Karrierepausen einlegen
Viele junge Menschen geben Jobs auf, um zu reisen, Burnout zu bekämpfen oder Neues zu entdecken. Frauen, die sich um Kinder kümmern, stoßen oft auf Verständnis. Doch bei Gap Years oder gesundheitlichen Pausen hagelt es Kritik – Vorwurf der Faulheit inklusive.
Pinjala Dutta, ehemalige Betriebsleiterin bei einem multinationalen Konzern, pausierte zwei Jahre wegen gesundheitlicher Probleme. Beim Wiedereinstieg: nur niedrigere Positionen und Gehälter. „Man sagte mir, ich sei aus dem Trend und langsam geworden“, berichtet sie. Nach einem Jahr Suche nahm sie einen schlecht bezahlten Job an, heute ist sie als Freiberuflerin glücklich.

LinkedIn bricht Stigmata: Neue Funktion für Karrierepausen revolutioniert den Jobmarkt
Ähnlich erging es Visual Merchandiser Pekham Mukherjee. Nach Umzug wegen Heirat bot ihr Arbeitgeber keine Versetzung. Recruiter hinterfragten Work-Life-Balance und Familie. „Trotz Erklärungen dauerte es zwei Jahre bis zum nächsten Job“, sagt sie.

Für viele ist der Wiedereinstieg holprig: niedrigere Gehälter und Rollen sind die Regel.

Recruiter entdecken Talente
Hardik Shah, Direktor eines US-Softwareunternehmens in Ahmedabad, sieht Lücken kein Problem: „Talente zählen – Zeit, Pausenfragen zu streichen.“

HR-Expertin Mansi Vashishth von einem Multinationalen: „Starrheit bröckelt. Solche Kandidaten könnten Fähigkeiten geschärft und auf Chancen vorbereitet haben.“ Immer mehr Firmen stellen ein, einige bieten sogar „Returnship“-Programme.

LinkedIn bricht Stigmata: Neue Funktion für Karrierepausen revolutioniert den Jobmarkt
Was halten Nutzer von LinkedIns Option?
Im Twitter-Thread von Ronnie Screwvala mischten sich Meinungen: „Besser als im Interview erklären“ versus „Angst vor Diskriminierung bleibt.“ Dutta, die ihre Pause schon teilte: „Hilft nur, wenn Arbeitgeber offen sind.“ Viele sehen es positiv – Pausen als „fatal gaps“ enden.

Häufige Gründe für Karrierepausen:
  • Ausgiebig reisen
  • Eine Leidenschaft aufnehmen
  • Um neue Fähigkeiten zu erlernen
  • Sich um die psychische Gesundheit kümmern
  • Wegen Krankheiten/Gesundheitsproblemen
  • Wegen der Ehe
  • Wegen Standortwechsel und fehlender Übertragung
  • Um Kinder großzuziehen