Die 24-jährige Susannah Scheller saß inmitten einer Veranstaltung, die ihr Unternehmen organisierte. Während sie nebenbei Arbeitsaufgaben erledigte und einem Redner lauschte, wurde ihr schlagartig klar, wie erschöpft sie war.
Susannah hatte jahrelang extreme Arbeitszeiten durchgehalten – 18- bis 20-Stunden-Tage waren für sie normal. Sie fühlte sich geistig und körperlich ausgelaugt, doch an jenem Tag, umgeben von Fremden, traf sie die Erkenntnis: Das muss ein Ende haben.
Sie wechselte radikal zu einem festen Zeitplan: 8:30 bis 17:30 Uhr mit einer Stunde Mittagspause. Nur einen Monat später wurde sie befördert und zur Technical Director bei Grow Disrupt. Zufall? Susannah ist überzeugt: Es zählt nicht die Stundenmenge, sondern effektive Priorisierung und zielgerichtete Umsetzung.
Lassen Sie Susannah selbst erzählen.
Dieses Interview wurde leicht bearbeitet, um Länge und Klarheit zu optimieren.

Überstunden sind eine hartnäckige Gewohnheit
Als aufgabenorientierte Person mit starkem Verantwortungsgefühl priorisierte ich immer das Erledigen über das Effiziente – daher die endlosen Stunden.
An jenem Tag im Konferenzraum wurde mir bewusst: Meine Gedanken waren zerstreut, ich war erschöpft und ineffizient. Ich sabotierte mich selbst.
Der Wechsel von 18+ auf 8 Stunden war kein Kinderspiel. Zunächst herrschte Chaos: Fristen verpasst, Kämpfe mit der Arbeitslast und der Versuchung, in alte Muster zu fallen.
Entscheidend war das Gespräch mit meinem Chef. Er riet, täglich Prioritäten neu zu setzen und feste Zeiten für wiederkehrende Aufgaben einzuführen. Das strukturierte meinen Tag, steigerte die Effizienz und gab mir die Kontrolle zurück.
Mindestens doppelt so produktiv ohne Überstunden
Zwei Monate später war meine Produktivität und Arbeitsqualität spürbar gestiegen. Heute schaffe ich in einem Tag mehr als früher in drei. Ich bin mindestens doppelt so effektiv.
Nicht nur die Output-Qualität verbesserte sich, ich wurde auch fachlich besser. Durch Fokus auf Kernaufgaben statt Übernahme fremder Verantwortung stieg mein Niveau – was meinem Chef nicht entging. Die Beförderung folgte logisch.

Drei Tipps für den Weg zur Beförderung (von jemandem, der es gerade erlebt hat)
Hier meine drei Kernratschläge für Karriereambitionierte:
1. Definieren Sie Ihr Ziel klar
Setzen Sie eine Vision und leiten Sie Schritte daraus ab. Ohne Richtung fehlen konkrete Maßnahmen.
Vor meiner Beförderung wollte ich in 8 Stunden alles erledigen und Freizeit gewinnen. Das motivierte mich, effizienter zu werden.
Beispiel: Für Verkaufserfolg investieren Sie in Schulungen. Für Marketingwechsel bauen Sie stattdessen passende Skills im Unternehmen auf.
2. Suchen Sie Mentoren – umgeben Sie sich mit Vorbildern
Mein Chef wurde mein Mentor. Sie teilte Zeitmanagement- und Produktivitäts-Tipps, die mich retteten. Ich bewundere sie und passe mich an.
Philosophie: Sie werden wie die, die Sie umgeben. Lernen Sie von denen, die einen Schritt voraus sind – übernehmen Sie ihre Methoden.

3. Streben Sie Exzellenz an
Exzellenz zieht Chancen und Gehalt an. Seien Sie in Ihrer Kernaufgabe herausragend, statt länger zu arbeiten.
Jeder kann Überstunden schieben, aber das führt zu Burnout und Frust. Fokussieren Sie auf Qualität – und balancieren Sie mit Selbstfürsorge. Das stärkt Exzellenz im Job und Leben.