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Sexualökonomie: Warum Frauen in ärmeren Ländern Sex als Währung einsetzen – Studie zu 37 Ländern

Die 'Sexualökonomie' ist ein düsteres Phänomen weltweit: Frauen besitzen ein Gut, das Männer begehren – Sex. Da Sexualität für Frauen einen höheren Wert hat, tauschen Männer Ressourcen wie Geld, Beförderungen oder Heiratsversprechen dagegen ein. In Ländern mit starker Geschlechterungleichheit, oft ärmeren Nationen, wird dies besonders deutlich.

Laut einer aktuellen Studie haben Länder mit hoher Geschlechtergleichstellung mehr zwanglosen Sex, mehr Partner pro Person, frühere Entjungferung und höhere Akzeptanz von vorehelichem Sex. Roy Baumeister von der Florida State University erklärt: „In Ländern, wo Frauen benachteiligt sind, schränken sie Sex ein – der Preis steigt, und Männer binden sich lebenslang, um ihn zu erhalten. Männer tun alles für Sex.“

Baumeisters Forschung, veröffentlicht im Journal of Social Psychology diesen Sommer, analysiert Daten zu 37 Ländern: Eine Online-Sexumfrage mit 317.000 Teilnehmern und den Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums 2006. Die USA rangieren auf Platz 16 – alarmierend: 16 % der Amerikaner halten es für akzeptabel, dass Männer ihre Frauen schlagen.

„Wenn Frauen keine Chancen zum Geldverdienen haben, maximieren sie den Wert von Sex“, betont Baumeister. „Sex wird zu ihrem wichtigsten Angebot.“ Trotz seines Werts sollte Sex keine Ware sein. Weniger kommerzielles Denken könnte Geschlechterungleichheit mindern. Würde die Welt untergehen, wenn Sex nur aus Liebe geschähe?