Als erfahrene Autorin und Beobachterin des Dating-Marktes hatte ich mehrere Dates mit Männern aus dem Finanzwesen. Sie konnten mir ihr tägliches Tun – umgeben von Zahlen und Dollarzeichen – selten in unter 10 Worten erklären. Und als kreative Schriftstellerin bat ich sie nicht um Details.
Anfangs faszinieren sie mich: Der maßgeschneiderte Anzug à la Barney Stinson, das strahlende Selbstvertrauen und die Zielstrebigkeit.
Doch sobald die Krawatte locker sitzt und das zweite Jack-and-Cola fällt, zeigen sich die Hörner.
Ein Mann von Barclays gestand mir seine Depressionen, zerschmetterte dann eine Deckenlampe und lachte gackernd, als er aus der Bar flog.
Ein anderes Date startete täglich um 5:30 Uhr zur Arbeit und war so fixiert auf seine Uni-Farben Blau und Gold, dass er außerhalb des Büros nichts anderes duldete. Er feierte wie im College, betrank sich und ließ seinen Frust an Kellnern, Barbacks oder Taxifahrern aus.
Leider bin ich nicht die Einzige mit solchen Erfahrungen.
Im Internet wimmelt es von Berichten über Finanzmänner mit problematischem Verhalten. Das hat mich zu drei Gründen gebracht, warum ich zukünftig Abstand halte:
1. Geld steht immer an erster Stelle (und bleibt es)
Wie HowAboutWe betont, lockt das hohe verfügbare Einkommen für romantische Abende und besondere Erlebnisse. Doch die Arbeit hat Vorrang. Beim ersten Date wird oft das Gehalt thematisiert (leider), und emotionale Probleme müssen in Dollar und Cent übersetzt werden, um verstanden zu werden.
2. Sie kapieren kein 'Nein'
Diese creepy Liste stammt von einem Investmentbanker, der unantwortete SMS und Anrufe ignorierte. Stattdessen googelte er das Date und schickte eine 1.600 Wörter lange E-Mail, warum sie ihn nicht mag. Ein Paradebeispiel für übersteigertes Selbstbewusstsein.
3. Ihre sozialen Normen sind nicht normal
Inspiriert von jenem Brief listete Gawker 10 weitere Horrorgeschichten über Dates mit Finanzleuten auf. Lange Arbeitszeiten, Druck und die Branche insgesamt lösen sie von gängigen sozialen Regeln. Ex-Partner international stalken, Trennungen logisch zerlegen, Beziehungen planen oder Zuneigung als käuflich sehen – das wirkt bei ihnen normal, bei uns schockierend.
Ich generalisiere nicht: Viele Finanzprofis sind charmant, einfühlsam und höflich.
Doch es gibt spürbar viele, die das Image ihres Sektors belasten.