Was halten Sie davon, Ihre Arbeitskollegen – oder sogar Ihren Chef – in sozialen Medien zu folgen?
Vor ein paar Wochenenden habe ich dieses Thema beim Brunch mit Freunden diskutiert. Einige waren dafür, andere zogen eine klare Trennlinie zwischen Beruf und Privatleben.
In einer Zeit, in der wir vieles aus unserem Leben in sozialen Netzwerken teilen, gibt es keinen einzig "richtigen" Weg. Doch Einblicke von jemandem mit jahrelanger Erfahrung in der Social-Media-Branche können hilfreich sein.
Hannah Laxton-Koonce arbeitet seit fast vier Jahren als Social-Media-Produzentin bei ABC und kennt die Fallstricke aus erster Hand.
Sie betont: Es hängt stark von Ihrem Team und der Unternehmenskultur ab, ob Sie sich wohlfühlen, wenn Kollegen Ihnen folgen – oder Sie ihnen.
„Ich fühle mich privilegiert, mein gesamtes ‘Ich’ in die Arbeit einzubringen“, sagt sie. „Manche Menschen wollen das nicht, und das verstehe ich vollkommen. Es ist okay, wenn Vorgesetzte oder Kollegen Ihre Posts nicht sehen sollen.“

„Die entscheidende Frage: Würden Sie sich unwohl fühlen, wenn jemand Ihre Posts anspricht?“
Auf ABC Everyday Instagram haben wir nach Ihren Meinungen gefragt – hier die Highlights.
Grenzen sind entscheidend
Anfragen ablehnen schränkt ein, was Kollegen sehen
Selbst bei getrennten Listen wie "enge Freunde" kann es zu Fehlern kommen, warnt Hannah aus ihrer Praxis.
„Nehmen Sie an, alles wird öffentlich. Die Schaltfläche ist nur einen Klick entfernt – es passiert schneller, als man denkt.“
Oder nutzen Sie separate Konten für Beruf und Privat
Hannah passt ihre Inhalte bewusst an und plädiert für getrennte Profile.
„Facebook behandle ich wie eine öffentliche Bühne – ideal für alte Fotos, aber keine privaten Meinungen.“
„Instagram ist mein lauterer Kanal für Persönliches, aber privat geschaltet. Bei Unbehagen leite ich Anfragen einfach an Facebook weiter.“
Manche haben kein Problem damit
Andere zögern, Anfragen zu senden
Trotzdem: Fühlen Sie sich nicht gedrängt, Anfragen anzunehmen, rät Hannah.
„Niemand sollte sich gekränkt fühlen, wenn Sie ablehnen. Social Media soll Spaß machen. Menschen verstehen, dass Arbeit und Privatleben Grenzen brauchen.“
„Seien Sie ehrlich und setzen Sie Grenzen – das schafft Respekt.“
Einige Beiträge wurden aus Gründen der Klarheit und Länge redigiert.