Sätze wie „hart arbeiten, härter feiern“, „nutze den Tag“, „du schläfst, verlierst du“ oder „geh hart oder geh nach Hause“ sind in der Unternehmenswelt Alltag. Sie pushen Mitarbeiter zu Dauermaximumleistung und fördern die sogenannte Hustle-Mania. Lange galt die Hektikkultur als Erfolgsrezept: Sich und andere bis an die Grenzen zu treiben – auf Kosten von Wohlbefinden, körperlicher und geistiger Gesundheit. Doch die Pandemie hat alles verändert. Das Leben verlangsamte sich, Menschen bekamen Raum zum Nachdenken über ihren Lebensstil.
Überwinden Sie die giftige Produktivität!
Delhi Belly-Schauspielerin Shenaz Treasury teilte kürzlich auf Social Media ihre Erfahrung: „Ich bin Workaholic. Ich habe Beziehungen, Freundschaften und Spaß geopfert, um zu hetzen – und war stolz darauf. Selbst in der Pandemie fühlte ich mich gezwungen, ständig zu produzieren, auch krank. Jetzt lerne ich, im Moment zu leben und mir Zeit für mich zu nehmen.“
Shenaz zum toxischen Hustle-Druck:
Ihr Post löste eine Welle von Reaktionen aus. Viele berichteten, wie ständige Hektik Seelenfrieden und Beziehungen zerstört hat.
Mumbai-Kommunikationsexpertin Gargi Boro (33): „Vor der Pandemie priorisierte ich Arbeit über alles – kam zuerst, ging zuletzt, arbeitete sogar zu Hause. Ich glaubte an ‚ohne Fleiß kein Preis‘. Im Lockdown erkannte ich: Mit gutem Time-Management kann ich produktiv sein, ohne Schlaf zu opfern. Jetzt logge ich um 10 Uhr ein und um 18:30 Uhr aus – und genieße Filme, Lesen oder Sport.“
Es ist okay, langsamer zu machen
Die Pandemie explodierte Burnout-Raten am Arbeitsplatz. Deshalb distanzieren sich selbst Workaholics vom Hustle-Mythos. Unternehmen reagieren: Urban Company führt mentale Gesundheitsurlaub ein, Bumble schenkt allen einen bezahlten Offline-Woche. Duroflex verbietet Mails vor 9 oder nach 21 Uhr, Melorra erlaubt Auszeiten bei Überlastung.
Kanchi Jaiswal, stellvertretende Managerin bei einem IT-Unternehmen in Pune (Team: 15 Personen, 24-35 Jahre): „In der Pandemie änderte ich meinen Führungsstil. Keine Stör-Mails mehr, keine Erwartung an >8 Stunden. Mit HR entwickelten wir faire Strukturen – niemand muss 12-13 Stunden hetzen.“
Mumbai-Softwareentwickler Sanjay Sharma: „Es ist okay, nach 21 Uhr nicht auf Arbeitsmails zu antworten – die Welt dreht sich weiter. Nach Jahren ohne Urlaub nahm ich in der Pandemie Pause, trotz Homeoffice. Zeit mit meiner Tochter, ohne Schuldgefühle.“