Seit die Pandemie das Arbeiten von zu Hause (WFH) zur Normalität gemacht hat, sind zahlreiche Mitarbeiter aus Gurgaon in ihre Heimatstädte zurückgekehrt. Obwohl die Regierung von Haryana privaten Büros in Gurgaon die volle Kapazität erlaubt hat, verlängern viele Unternehmen ihr WFH-Modell auf unbestimmte Zeit – teils bis Ende des Jahres. Statt der vollen Büros in der Millennium City entscheiden sich Professionals dafür, dauerhaft umzuziehen. "Wir sparen massiv an Miete und Lebenshaltungskosten"
"Ich bin im April letzten Jahres während des zweiten Lockdowns nach Hause gefahren", berichtet IT-Manager Zeeshan aus Muzaffarnagar. "Für WFH reicht eine stabile Internetverbindung und ein Dach über dem Kopf. Zuerst dachte ich, es wird nur ein Monat, doch es ergab sich, dass ein dauerhafter Umzug sinnvoll ist." Viele teilen diese Erfahrung: Das Leben bei der Familie und Einsparungen bei Miete sind entscheidende Gründe. Neeti Sharma, seit über einem Jahr in Roorkee, sagt: "Ich vermisse die Freiheit und das Gurgaon-Leben manchmal, aber angesichts der Pandemie wäre das dort auch schwierig gewesen. Die monatlichen Einsparungen an Miete und Essen machen es unwahrscheinlich, dass ich zurückkehre."
'Kein Stress mit RWAs und Verkehr in Gurgaon' Viele schätzen zudem, den strengen Regeln der Residents' Welfare Associations (RWAs) in Gurgaon zu entkommen. HR-Manager Adil Nargolwala zog letztes Jahr auf sein Bauernhaus in Delhi – nur 5 km entfernt – und plant nicht zurückzukehren: "Neben der Nähe zur Natur und Unabhängigkeit spare ich mir RWAs und deren oft strengere Pandemie-Regeln als die der Regierung. Solche Einschränkungen halten an." Softwareentwicklerin Aditi Garg genießt in Himachal Pradesh: "Mein Leben ist eine endlose Staycation: Arbeiten in den Hügeln bei der Familie, ohne Pendeln oder Stau in Gurgaon."
PG-Betreiber und Vermieter in der Krise: Kaum Nachfrage
Diese Rückwanderung trifft PG-Eigentümer und Vermieter hart. Früher gefragte Zimmer stehen leer. RK Sharma, der seit einem Jahrzehnt seine Wohnung an ITler vermietet, klagt: "Seit 12 Jahren hatte ich stets Mieter. Doch seit dem Auszug des letzten im August vor 10 Monaten finde ich keinen Nachfolger. Bei WFH zahlt niemand 25.000 Rupien Miete – selbst Preissenkungen halfen nicht." Viele PGs mussten schließen. Manoj (Name geändert), Betreiber in Sektor 54, sagt: "Die MCG-Richtlinien für PGs waren positiv, doch die Pandemie ruinierte alles. Bekannte mussten wegen fehlender Gäste schließen. Ich habe Glück mit Büropflichtigen, aber nur halb so viele wie früher – massive Verluste."