Repräsentatives Bild
Aniket Singh, ein 42-jähriger Marketingmanager bei einem multinationalen Unternehmen, ahnte nicht, wie herausfordernd die Arbeit von zu Hause aus werden würde. Als Vater zweier schulpflichtiger Kinder fand er seit dem Lockdown kaum Zeit zur Erholung. Sein Tag startet früh: Um 5 Uhr weckt ihn sein fünfjähriger Sohn, um ihm beim Toilettengang zu helfen. Danach entsorgt Aniket den Müllsack in der Gemeindetonne – vor 6 Uhr, damit seine Frau in einer sauberen Küche arbeiten kann. Die Haushaltshilfe fehlt seit dem Lockdown.
Bevor er sich an den Laptop setzt, hilft er beim Frühstück für die Kinder. Statt Feierabend um 19 Uhr schließt er die Arbeit oft erst um 22 Uhr ab und geht nach Mitternacht ins Bett – nur um nach fünf Stunden wieder geweckt zu werden. Zwanzig Tage Haushalt, Büro und Schlafmangel zu balancieren, trieb ihn in den Wahnsinn. Schließlich suchte er professionelle Hilfe.
„Aniket ist nicht allein. Viele melden sich bei uns, überfordert vom Doppelleben aus Haushalt und Homeoffice – ohne Hilfskräfte“, erklärt die leitende Psychologin Shweta Singh. „Stress plus Schlafmangel sind Gift für die Psyche.“
Eine Studie des Bengaluru-basierten Schlafspezialisten Wakefit.co mit 1.500 Befragten bestätigt: 67 % der Inder leiden unter Schlafentzug. Mehr Menschen gehen nun nach 23 Uhr ins Bett. Vor dem Lockdown schliefen 46 % vor 23 Uhr ein, jetzt nur noch 39 %. Spätschläfer nach Mitternacht stiegen von 25 % auf 35 % – ein Plus von 40 %.
81 % hoffen auf Besserung nach dem Lockdown. Häufigste Ursachen für schlaflose Nächte: Corona-Sorgen, Jobunsicherheit, Finanzen und Familiensicherheit (49 %).
(Mit Eingaben von IANS)