Viele gründen ein Unternehmen und feiern große Erfolge. Doch wie viele wagen es, ein Angebot über eine Million Rupien abzulehnen und in den hart umkämpften Kosmetikmarkt einzusteigen? Lernen Sie Vineeta Singh kennen, Mitgründerin und CEO von SUGAR Cosmetics. Ihre inspirierende Reise vom Neustart zum Marktführer in Indien bietet wertvolle Lehren für angehende Unternehmer. In einem exklusiven Gespräch mit Etimes Lifestyle spricht Vineeta über ihre Motivation, Erfolgsmantras, den Aufstieg von SUGAR Cosmetics und Tipps, wie man mit dem Lebenspartner beruflich harmoniert. Weiterlesen:F. Wie beschreiben Sie den Wechsel von der Ablehnung eines hochbezahlten Jobs zur Unternehmensgründung?
Wir haben noch einen langen Weg vor uns und große Träume zu verwirklichen! Erfolg bedeutet für mich, die Freiheit zu haben, alles zu tun, was ich möchte – ohne Scheitern zu fürchten. Mit 23 Jahren den Job abzulehnen, löste Zweifel aus. Doch nach meiner Philosophie, nichts zu bereuen, wagte ich den Schritt. Die Begeisterung fürs Unternehmertum trieb mich an. Hätte ich es nicht jetzt getan, hätte ich es ein Leben lang bereut.
F. Hat die Unsicherheit beim eigenständigen Aufbau Angst gemacht?
Ohne kaufmännischen Hintergrund war der Gedanke beängstigend. Ich war nicht auf die harte Arbeit vorbereitet. Nach meinem IIM-Ahmedabad-Abschluss lernte ich Skalierung und mehr. Mit 23 glaubte ich an alles. Die ersten Jahre waren zäh, ich zweifelte an meiner Entscheidung. Große Kämpfe gehören dazu, doch nach Jahren hartem Durchhalten wurde SUGAR zur geliebten Marke.
Facebook Twitter Pintrest F. Was steckte hinter der Entwicklung von SUGAR Cosmetics?
2015 leiteten mein Partner und ich ein E-Commerce-Unternehmen. Unsere Kundinnen: junge Millennial-Frauen, social-media-affin und makeup-begeistert. Wir erkannten den Wandel und entwickelten Produkte, die Frauen unaufhaltsam machen. Sie wollen Vorbilder aus dem echten Leben, langlebige Produkte für jeden Hautton, passend zur indischen Ästhetik. So entstand SUGAR für diese Frauen.
F. Wie spiegelt Ihre Beziehung zu Ehemann und Partner Kaushik Mukherjee den Aufbau wider?
Kaushik war bei McKinsey, ich baute Wissen anderswo auf. Zusammenarbeiten kam unerwartet, doch wir respektierten uns gegenseitig. Er liebt Tech, ich Produkt und Vertrieb. Die Synergie war klar: Er E-Commerce, ich Marke für Frauen. Trotz Warnungen setzten wir auf Respekt und Leidenschaft. Am Anfang zogen wir Grenzen, stritten, doch wir fanden Rhythmus. COVID testete uns – wir kamen stärker heraus. Eine tolle Partnerschaft.
(Bildnachweis: Vineeta Singh) F. Welche persönlichen Herausforderungen gab es beruflich?
Meinungsverschiedenheiten über Unternehmensrichtung. Wir hören uns abwechselnd zu, halten Ego im Zaum und priorisieren Firma/Familie. Das Gesamtbild hilft, Kleinigkeiten zu überwinden.
F. Tipps für gesunde Partnerschaft im Business?
Grenzen definieren: klare Rollen, sich umgehen, bei Differenzen beraten. Zuhause und Büro mit derselben Person fordert Grenzen – wir arbeiteten getrennt in COVID. Vertrauen ist Superkraft, Ego parken fürs Unternehmen. Dann wartet Erfolg.
(Bildnachweis: Vineeta Singh) F. Erzählen Sie von Ihren Lauf-Erfolgen als begeisterte Läuferin.
Ich laufe seit Jahren, über 14 Marathons inkl. Vollmarathons (42 km). Beim Comrades Ultramarathon (89 km, Südafrika, unter 12 Std.) startete ich dreimal – einmal Bronze! Mit Kaushik Ironman-Triathlon: 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42 km Laufen in 17 Std. Viele Podiums in Indien. Leidenschaft außerhalb der Arbeit macht besser.
F. Mantras für gesunden Lebensstil?
Als Frau nehm ich mir Zeit. Nett zu mir, um nett zu anderen zu sein. Mit zwei Kindern und Firma: 20 Min. Laufen laden neu auf. Verantwortung in Krisen motiviert.
(Bildnachweis: Vineeta Singh) F. Beeinflusste die Pandemie Ihr Business negativ?
Alle litten. Wir wuchsen, doch hart: Lieferanten, Teams. Fokus: Verluste minimieren, alle sicher. E-Commerce boomte, Offline litt. Social-Media-Impressions: 120 auf 200 Mio. App: >1 Mio. Downloads. Sehnsucht nach Team, doch Sicherheit first.
F. Ein Rat für junge Gründer?
Angst tötet mehr Träume als Scheitern. Wenn Angst da ist, lauert ein Traum. Springt, vertraut Instinkt. Worst Case: Zurück zu Null – neu bauen! Keine Reue: Risiko eingehen.