Erika Murguia hegt seit ihrer Kindheit eine tiefe Leidenschaft für Mathematik. Diese hat sie zu mehreren Studiengängen in diesem Fach motiviert und letztlich zu einer Karriere in der Datenwissenschaft geführt.
„Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen als Hauptfach gewählt, da dieses Studium Türen in vielfältige Berufsfelder öffnet“, erklärt sie. „Während meines Studiums vertiefte ich mich in mathematische Programmierung und Statistik. Nach dem Bachelor folgten ein Master und ein PhD in Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkten auf Produktionssystemen und Betriebsforschung.“
2013 trat sie als Supply Chain Strategy Analytics Manager bei Cummins an und stieg bis zur Director of Quality Analytics, Data Science, and Innovation auf.
In diesem Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen als Latina in der Tech-Branche, wie sie Beruf und Familie vereint und wie Cummins in die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter investiert.
Was hat Sie zu Cummins geführt und wie wussten Sie, dass das Unternehmen zu Ihnen passt?
Ich zog nach Columbus, als mein Mann nach einem Praktikum ein Vollzeitangebot von Cummins erhielt. Zu der Zeit arbeitete ich in einer Beratungsfirma mit viel Reisetätigkeit. Als ich sah, wie mein Mann dort wuchs, weckte das mein Interesse, selbst einzusteigen.
Wofür sind Sie in Ihrer aktuellen Rolle verantwortlich?
Ich leite ein Team aus Data Scientists und Data Engineers, das sich auf Proof-of-Concept-Projekte im Qualitätsbereich spezialisiert. Wir entwickeln Machine-Learning-Modelle, die zu autonomen Analyseprodukten für interne Stakeholder reifen.
Wie hat Cummins Ihre berufliche Weiterentwicklung gefördert?
Bei Cummins wurde ich zweimal befördert und machte einen strategischen Seitensprung. Dieser war essenziell, um von einer Individualbeitragenden Rolle in die Managementposition zu wechseln und neue Fähigkeiten zu erwerben.
Das Unternehmen investiert stark in Data Science und IT-Ressourcen, inklusive Zugang zu Livestream-Bootcamps, damit Mitarbeiter stets auf dem neuesten Stand bleiben.
Wie haben frühere Rollen bei Cummins Sie auf die aktuelle Position vorbereitet?
Im Supply-Chain-Strategieteam lernte ich, komplexe und unscharfe Probleme zu lösen. Ich konnte meine fortgeschrittenen Analysefähigkeiten einbringen, um unternehmensweite Herausforderungen bei Netzwerkoptimierung, Betriebskapital und Lagerbeständen zu bewältigen.
Erzählen Sie von Ihrer Beteiligung an Great Minds in STEM und deren Impact auf Cummins' Rekrutierung.
Seit 2017 engagiere ich mich bei GMiS (ehemals HENAAC), nachdem ich einen HENAAC Award erhielt. Während der Nominierung interagierte ich mit Cummins' Diversity-Recruiting-Team. 2018 half ich freiwillig bei der Konferenz, seit 2019 bin ich Executive Co-Sponsor. GMiS öffnet Cummins Türen zu talentierten Latino-Profis.
Welchen Herausforderungen stießen Sie als hispanische Frau in der Tech-Branche und wie meisterten Sie sie?
Hauptsächlich Isolation: Hispanische Frauen sind in Data Science und Analytics unterrepräsentiert. Es fehlten Vorbilder, die mir ähneln. Bei Cummins profitierte ich von einer Latina-Mentorin, die mir Wissen und Advocacy vermittelte. Heute mentoriere ich selbst junge Latinas in STEM innerhalb und außerhalb des Unternehmens.
Wie fördert Cummins Vielfalt und Inklusion?
Cummins motiviert zur Teilnahme an Employee Resource Groups (ERGs) und deren Programmen. Es investiert in DE&I-Strategien, z. B. „Mutige Gespräche über Rasse“, um offene Dialoge zu ermöglichen.
Welche Lektionen als Mutter von Zwillingen nutzen Sie beruflich?
Zeitmanagement und Priorisierung sind Schlüsselkompetenzen, die ich als Mutter von Zwillingen perfektioniert habe. Ich erledige nur das Wesentliche effizient und tracke meine Arbeitszeit strikt, um Familienzeit zu schätzen.
Welche Faktoren tragen zu Ihrem Erfolg als Führungskraft und Mutter bei?
Strategie, Planung, harte Arbeit, Geduld und Resilienz. Langfristige Ziele setzen, kurzfristige Schritte planen, konsequent umsetzen – und Scheitern als Lernchance nutzen.
Welchen Rat geben Sie Frauen in unterrepräsentierten Branchen?
Suchen Sie Mentoren, Vorkämpfer oder Allies. Ihr Feedback hilft, Karrierepläne zu schärfen. Netzwerken Sie bei Bedarf extern. Schwierigkeiten sind normal – mit Geduld, Reflexion und Coaching meistern Sie sie.