Viele halten acht Stunden ununterbrochene Arbeit für den Standard – doch das passt nicht zu jedem. Stattdessen sollten wir unsere Arbeit um unsere produktivsten Phasen strukturieren, auch wenn das geteilte Schichten bedeutet.
David Bowen, Eigentümer, CEO und Content-Manager von Bordeaux Undiscovered, einem renommierten Blog für Weinliebhaber, teilt seine Expertise. Der Blog bietet fundierte Ressourcen und Anleitungen zu allen Aspekten des Weins.
Kurz nach der Gründung seines Unternehmens erkannte David, dass ein klassischer 9-to-5-Tag nicht optimal war. Er teilte seinen Tag in zwei Schichten mit einer 9-stündigen Pause dazwischen auf – mit spürbarer Produktivitätssteigerung, die sein Business bis heute vorantreibt.
Hier erzählt David seine Geschichte.
Dieses Interview wurde der Länge und Klarheit halber leicht bearbeitet.
„Geteilte Schichten haben meine Produktivität gesteigert und mir mehr Zeit für mich selbst geschenkt“

Mein Arbeitsrhythmus unterscheidet sich von den meisten – und ich würde ihn nicht ändern wollen.
So gestaltet sich ein typischer Arbeitstag für mich:
Als Nicht-Schlafmütze starte ich um 5 Uhr mit administrativen Aufgaben bis 10 Uhr. Dann folgt eine lange Pause, bevor ich um 19 Uhr mit Weinproben für Kunden beginne. Mein Tag endet gegen 23 Uhr.
Morgens nutze ich meine fünf produktivsten Stunden für Büroarbeit – das reicht meist aus. Abends verbringe ich vier Stunden mit Networking und Kundenkontakt.
Früher arbeitete ich 9-to-5, was anfangs passte. Doch bald merkte ich: Die Effizienz litt.
Um 5 Uhr wach, musste ich vier Stunden totschlagen, bis die Arbeit begann. Nachmittags sank meine Energie, obwohl der Tag halb rum war. Und um 17 Uhr endete die Schicht – obwohl viele Kunden erst abends verfügbar waren. Lange Überstunden waren vorprogrammiert.
Also führte ich geteilte Schichten ein. Ergebnis: Verdoppelte Weinproben, effizientere Morgenroutine und pünktliche Abschlüsse administrativer Tasks.
Trotz späten Endes bleibt die Work-Life-Balance intakt. Tagsüber habe ich Zeit für Wohlbefinden, Hobbys und Sport. Wochenenden gehören voll und ganz Familie und Freunden.
Geteilte Schichten erfolgreich einführen: Meine drei Tipps
Vor der Umstellung sollten Sie diese Punkte beachten.
1. Priorisieren Sie Ihre Produktivitätsspitzen
Richten Sie Schichten nach Ihren energiegeladensten Zeiten aus. So maximieren Sie die Effizienz.

Kein Frühaufsteher? Starten Sie später und planen Sie abendliche Einheiten ein. Müde nach dem Mittag? Legen Sie eine Pause für Spaziergang oder Nickerchen ein – und starten Sie erfrischt durch.
2. Passen Sie die Work-Life-Balance an Ihre Bedürfnisse an
Geteilte Schichten können den Alltag beeinflussen. Planen Sie bewusst: Ich schiebe Sport und Hobbys in Werktagslücken, um Wochenenden familiär frei zu halten.
3. Stimmen Sie es mit Ihrem Business ab
Der Plan muss zu Kunden und Partnern passen. Meine Abendproben richten sich nach deren Verfügbarkeit. Bei internationalen Teams oder anderen Branchen (z. B. Café) würde ich anpassen.
Zusammenfassung: Geteilte Schichten sind keine Einheitslösung. Passen Sie sie an Ihre Produktivität, Lebensstil und Geschäftsanforderungen an – probieren Sie es aus!