Hillary Clinton definiert "Mittelklasse" als Einkommen unter 250.000 Dollar pro Jahr. Doch laut US-Volkszählung liegt das mediane Haushaltseinkommen bei 53.657 US-Dollar. Ein Einkommen von 250.000 Dollar platziert Sie in den oberen 5 % der Lohnempfänger in den USA.
Während Familien am unteren Rand der Mittelschicht um jeden Dollar kämpfen, profitieren die Top-5-Prozenter von hohen Einkommen. Sie benötigen keine Steuererleichterungen – im Gegenteil, eine Steueranpassung wäre angemessen.
Mein Mann lehrt an einer öffentlichen High School. In unserer Region reicht sein Gehalt, um uns in die Mittelklasse einzuordnen. Wir kommen aus, haben aber wenig Puffer. Clintons Sichtweise, dass 250.000 Dollar unserem Alltag entsprechen, ist realitätsfern.
Wir besitzen unser Haus – dank Glück und Hilfe bei der Anzahlung. Es ist eine bescheidene Ranch mit drei Schlafzimmern und einem Garten für Hunde und Kinder. Nicht luxuriös, aber passend.
Linoleumböden in der Wohnzimmer-Ecke warten auf Renovierung, die wir uns zeitlich nicht leisten können. Einer unserer zwei Kühlschränke ist defekt – der andere kam mit dem Haus. Reparaturen sind teuer.
Das ist die Realität der Mittelschicht: Ständige Sorge.
Als unser Warmwasserbereiter ausfiel, belief sich die Rechnung auf Tausende Dollar. Unsere Eltern halfen aus – sonst hätten wir Kredite aufnehmen müssen oder kalte Duschen ertragen. Unsere Autos sind alt; ein Getriebewechsel wäre eine Katastrophe, trotz kleiner Rücklagen.
Das Leben mit 250.000 Dollar sieht anders aus: Dieses Einkommen übersteigt oft den Hauswert einer Mittelklasse-Familie. Kredite sind kein Problem. Reparaturen? Ein Auftrag an Profis. Neuwagen selten defekt – und ein Ersatzwagen steht bereit.
Rasenschnitt? Haushaltshilfe. Babysitter? Immer verfügbar, unabhängig von Anzahl und Alter der Kinder.
Sie lagern unliebsame Aufgaben aus – Geld schafft Freiheit.
Wir mähen selbst den Rasen – was Zeit frisst und oft liegen bleibt. Kein Putzservice: Gründliche Reinigung obliegt uns. Unter den Sofas sammelt sich Kinderkram. Dates? Selten, da Freunde nicht überfordert werden sollen und Babysitter teuer sind.
Einkäufe bei Target mit drei Kindern. Second-Hand-Kleidung ist üblich – American Apparel ist unerreichbar. Bio-Lebensmittel teilweise, aber kein Vollumstieg auf GMO-frei oder HFCS-frei. Whole Foods? 200 Dollar sind für uns ein Wochenbudget, nicht zwei Mahlzeiten.
Die Top-5-Prozenter füllen Whole Foods-Karren, meiden GMO und kaufen Designer-Mode.
Sie shoppen im Einkaufszentrum, greifen zur Coach-Tasche ohne Zögern. Wir bewegen uns in anderen Kreisen. Hillary Clinton, einst Walmart-Vorstandsmitglied und Teil der 1 %, kennt diese Realität nicht. Maßgeschneiderte Anzüge, keine Target-Käufe.
Die echte Mittelschicht braucht Steuererleichterungen. Wer bei Whole Foods mit Gucci einkauft, gehört nicht dazu.