In unserer digitalen Welt sind Smartphones und Gadgets unverzichtbar geworden. Viele bleiben auch nach Feierabend per Chat oder E-Mail mit Kollegen verbunden – eine Kultur, die Forscher als „Always-on“ bezeichnen. Studien der auf Wirtschaftspsychologie spezialisierten Myers-Briggs Company zeigen jedoch: Diese ständige Erreichbarkeit kann das Wohlbefinden ernsthaft beeinträchtigen. Betroffene erleben mehr Stress, insbesondere wenn Arbeitskommunikation über E-Mails oder Chats außerhalb der Bürozeiten erfolgt.
„Organisationen sollten prüfen, wie sie Mitarbeitern helfen können, Technologie sinnvoll einzusetzen – für mehr Engagement und Flexibilität, ohne negative Folgen“, so Co-Autor John Hackston, Head of Thought Leadership bei The Myers-Briggs Company.
Die Rolle der Persönlichkeit
In einer Umfrage der Myers-Briggs Company gaben Teilnehmer ehrliche Einblicke: Personen, die übermäßig mit ihren Geräten beschäftigt sind, sind gestresster und haben Schwierigkeiten, Arbeit und Privatleben zu trennen. Praktisch und flexibel denkende Menschen balancieren besser, während Karriereorientierte stärker leiden.
Effektive Strategien: Handybenachrichtigungen deaktivieren, feste Zeiten für Privatleben einplanen und Kollegen klar mitteilen, wann Sie offline sind.
COVID-19 verschärft die Herausforderungen
Die Pandemie hat die Work-Life-Balance weiter belastet. Fernarbeit fördert Flexibilität, führt aber oft zu längeren Arbeitszeiten – die klassischen 9-bis-5-Stunden sind passé. Viele wünschen sich eine Hybrid-Modelle aus Homeoffice und Büro, um im Gleichgewicht zu bleiben.
Fehlende Einheit in der Fernarbeit
Trotzdem mangelt es am Bürogefühl von Teamzusammenhalt, Unterstützung und Führung. Virtuelle Büros, Messaging-Apps, Video-Calls und Planertools helfen, diese Lücke zu schließen und in stressigen Phasen Verbundenheit zu schaffen.
Schließlich gilt: Bewusst zwischen „Always-on“ und gezieltem Abschalten unterscheiden, um ein gesundes, ausgeglichenes Leben zu führen.