Laut einer umfassenden DeskTime-Studie mit über 77.000 Mitarbeitern weltweit sind Menschen, die mehr als acht Stunden täglich arbeiten, rund 12,7 % produktiver als diejenigen mit Standardarbeitszeiten.
Die Analyse zeigt: Wer länger am Computer sitzt, erledigt tatsächlich mehr. Dennoch eignen sich Überstunden nur bedingt, um hohe Arbeitslasten zu stemmen. Langfristig sind sie weder nachhaltig noch gesundheitsverträglich.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet: 2016 starben 745.000 Menschen an Schlaganfall und Herzkrankheiten durch 55+ Stunden pro Woche. Das sind 29 % mehr als 2000 – ein Trend, der mit der "Hustle Culture" einhergeht, die extreme Arbeitszeiten glorifiziert.
"Durch Überstunden fühlte ich mich unterbewertet und unterbezahlt"
Diana Simpson, heute Autorin des Blogs Finance + Freedom und erfahrene Freiberuflerin, kennt das aus ihrer Bankzeit: Häufige Überstunden, auch am Wochenende.
"Zunächst schienen die Zeiten machbar, doch Informationsflut und Fristen forderten ihren Tribut an Geist und Körper", berichtet sie.
Sie arbeitete länger, um Zusatzeinkommen zu erzielen – oder weil Bürobezogene Ablenkungen die Konzentration sabotierten.
DeskTime (2020) bestätigt: Unterbrechungen (21,5 %) und Bürolärm (17,8 %) wie Gespräche, Tippen oder Anrufe sind Top-Produktivitätskiller.
Für Diana fraßen Ablenkungen ihre Freizeit: Viele Stunden im Büro, Druck pur – doch Müdigkeit und Unproduktivität dominierten. "Egal wie viel ich tat, es war nie genug. Ich fühlte mich unterbezahlt. Heute würde ich nicht in die Unternehmenswelt zurückkehren", sagt sie.

Lohnen sich Überstunden? Mitarbeiter zweifeln
Trotz 4-Tage-Woche-Trend arbeiten viele über acht Stunden. Post-Covid rückt Work-Life-Balance in den Fokus: 54 % lieben Homeoffice, doch 45 % melden mehr Arbeitsstunden.
Lohnt Überstunden wirklich? Unternehmer opfern sich oft dafür – Angestellte sehen das anders.
"Arbeitgeber zahlen selten extra; harte Arbeit bringt mehr Arbeit", warnt Blogautorin Andréas Ruth B. Deolinda (Locke’_n_Words).
Sam Shepler, CEO von TestimonialHero, ergänzt aus eigener Erfahrung: "Bis 23 Uhr Anrufe vom Chef, endlose Tasks – es zerstörte meine mentale Gesundheit. Überstunden blieben unbezahlt, Lohn niedrig."
Lange Arbeitszeiten schaden auch Arbeitgebern
Mehr Output klingt gut, doch eine Überstunden-Kultur vertreibt Talente. Der "Great Resignation" 2021 zeigt: 4,4 Millionen Amerikaner kündigten wegen extremer Zeiten.
Lisa Rae Bowman, Produktionsassistentin, arbeitete 16–18 Stunden täglich: "Freizeit? Fehlanzeige." Die Pandemie ließ sie umdenken – sie kündigte und priorisiert nun Glück.
Lektion gelernt? Langfristig verliert jeder: Mitarbeiter burnen aus, Arbeitgeber gute Kräfte. Effektives Zeitmanagement ist der Schlüssel – und Sie kennen das ideale Tool dafür!